Blondierte Haare als Litigation-PR?
6. Juli 2009 | Autor: Kurzmelder | Keine Kommentare Artikel drucken
Deutschlands erfolgreichste Wintersportlerin, Claudia Pechstein, bestreitet, jemals gedopt zu haben. Die Internationale Eislauf-Union sieht das anders. Mit Urteil vom vergangenen Freitag sperrte sie die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin wegen Dopings für zwei Jahre. Dagegen will sich Pechstein mit Rechtsmitteln wehren. Zugleich kämpft sie öffentlich ums Renomée. Dazu gehören nicht nur Erklärungen auf ihrer Webseite, sondern auch Interviews. Die höchste Aufmerksamkeit dürfte dabei wohl ein Auftritt im Aktuellen Sportstudio des ZDF erreicht haben. Bei ihm fand der Journalist Reinhard Mohr vor allem Äußeres bemerkenswert, wie er für Spiegel Online schreibt:
„Sie schien über Nacht erblondet zu sein. Ihre offen getragenen, glatt herunterfallenden Haare, sonst eher rotblond bis brünett, erstrahlten in blondinenhafter Unschuld. Die schwarze Bluse hob den glänzend hellen Eindruck noch hervor, und das dezente Make-up vervollständigte das attraktive Gesamtbild: Auf die Fernsehzuschauer musste sie einfach ziemlich hübsch und sympathisch wirken. So sieht keine Sünderin aus. Kein männlicher Sportler, der unter Dopingverdacht steht, kriegt so etwas hin.“
Ergänzt sei – wie die Webseite von Claudia Pechstein dokumentiert – dass sich die Sportlerin immer wieder die Haare färben ließ. Wie auch immer: Dem Journalisten Mohr hat die Sportlerin unabhängig von Doping-Vorwürfen gefallen (“ziemlich hübsch”).
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