Vom Heiligen zum Halunken. Klaus Zumwinkel als Objekt der Empörungskommunikation
1. Februar 2010 | Autor: Kurzmelder | Keine Kommentare Artikel drucken
In welchen Facetten wird eine Person in den Medien dargestellt? Welche typischen Geschichten werden über sie erzählt? In einer gemeinsamen Veröffentlichung in den Lingener Lektüren des Instituts für Kommunikationsmanagement der Fachhochschule Osnabrück sind Prof. Dr. Lars Harden und Prof. Dr. Klaus Kocks unter Mitarbeit von Anna Heidenreich, aserto Kommunikationsanalysen und Beratung, diesen Fragen nachgegangen. Am Beispiel von Klaus Zumwinkel, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post, haben sie Aufstieg und Fall der Medienperson untersucht.
Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken.In einer qualitativen Inhaltsanalyse von über 300 Artikeln aus deutschen Medien im Zeitraum vom 1. November 2006 bis 31. Mai 2009 wurde die Berichterstattung über Klaus Zumwinkel systematisch ergründet und zu typischen Medienimages verdichtet. Es zeigt sich, dass sich Zumwinkels Medienimage an die fünf Akte des klassischen Dramas anlehnen lässt, nämlich: Exposition – Steigerung – Peripetie – Retardation – Katastrophe.
Die Untersuchung liefert ein Beispiel, wie die Medien mit Qualitäten und Verfehlungen von Verantwortungsträgern umgehen. Vergleichbare Analysen zur medialen Identität von Vorständen dienen der Früherkennung von Risiken und sind die Grundlage für eine optimale mediale Positionierung.
Sollten Sie Interesse an der Studie haben, wenden Sie sich bitte an Anna Heidenreich, Mitarbeiterin der Agentur aserto (heidenreich@aserto.de).
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