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Treffen sich zwei (Ex-)Journalisten…vor Gericht?

Der ehemalige Bild-Chef und heutige Vorstandsvorsitzende von WMP EuroCom, Hans Hermann Tiedje, war nie dafür bekannt, ein Mann des Floretts zu sein. Er bevorzugte sowohl als Journalist als auch in seiner Funktion als Litigation-PR-Berater im legendären Falk-Prozess [1] eher den Säbel (wenn gerade keine Keule zu Hand war). Und auch aktuell versucht er – jetzt mit strafrechtlichen Waffen – einem Kritiker eindrucksvoll zu verdeutlichen, dass er kein Freund von intellektuellen Sprachscharmützeln ist. Star-Anwalt Gerhard Strate hat bestätigt, dass sein Mandant Tiedje Strafanzeige wegen des „Verdachts der üblen Nachrede“ gegen den stern-Journalisten Hans-Martin Tillack gestellt hat. Tillack habe einen “besonders schweren Fall” der üblen Nachrede begangen, da er bei “unbefangenen Lesern” aufgrund einer “ausgeklügelten Wortwahl” in “ironischer Form” den Eindruck erweckt habe, Tiedje würde Politiker beeinflussen wollen. Die ganze Geschichte bringt das Magazin meedia [2]
Update (10.11.2014):Publishing stern-Reporter Hans-Martin Tillack darf weiterhin Vermutungen über die Lobbyarbeit von Ex-Bild-Chefredakteur Hans-Hermann Tiedje, bzw. seiner PR-Agentur WMP EuroCom AG, anstellen. Die Staatsanwaltschaft Berlin, bei der Tiedje-Anwalt Gerhard Strate Anzeige wegen übler Nachrede erstattet hatte, stellte die Ermittlungen ein. (Quelle: meedia [3])