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Fünf Fragen an Corinna Budras (F.A.Z.), Wirtschaftsredakteurin

17. September 2009 | Autor: Gastblogger | Keine Kommentare Artikel drucken

Wir freuen uns über fünf weitere Antworten in unserer Kategorie „5 Fragen an…“ – diesmal von F.A.Z.-Redakteurin Corinna Budras, die ebenfalls als Referentin an unserem 1. Deutschen Litiagtion-PR-Tag teilnehmen wird.

Corinna Budras

1.  Frage: Wie erreicht ein Anwalt am ehesten eine positive (Medien-)Aufmerksamkeit für seinen Mandanten?

In dem er offen und ehrlich auch die Schwachstellen benennt und in Relation zu den positiven Punkten setzt. Seriöse Journalisten bauschen das nicht auf, aber fühlen sich hinter das Licht geführt, wennsie solche Schwachpunkte auf anderem Wege entdecken.

2. Frage: Was sollte er auf keinen Fall versuchen?

Anwälte sollten mit ein bisschen mehr Gelassenheit an das gesprochene Wort gehen. Zitate sind keine Schriftsätze und müssen nicht jede Eventualität abdecken.

3. Frage: Wer kommuniziert besser: Rechtsanwalt oder Staatsanwalt?

Das ist – wie stets im Leben – von Fall zu Fall anders. Staatsanwälte haben meist das Problem, dass sie die Pressearbeit neben ihrer eigentlichen Arbeit ableisten müssen. Dafür machen viele einenaußergewöhnlich guten Job.

4. Frage: Lassen sich Richter von einer Medienberichterstattung in ihrer Entscheidungsfindung beeinflussen?

Das lässt sich gewiss nicht immer ausschließen, ist aber keinesfalls die Regel.

5. Frage: In welchem konkreten Fall hätten Sie dazu geraten, Litigation-PR-Experten einzusetzen?

Gibt es denn noch große Fälle, in denen keine eingesetzt werden?

Über Corinna Budras:

Corinna Budras studierte Rechtswissenschaften in Berlin und Lüttich. Auf das juristische Staatsexamen folgte eine Ausbildung an der Berliner Journalisten-Schule mit verschiedenen Praktika in New York, Hamburg und Berlin. Die erste Festanstellung führte sie in den amerikanischen Journalismus: Bei der Nachrichtenagentur Bloomberg arbeitete sie zwei Jahre lang als „Legal Reporter“ in Frankfurt. Dort hat sie vornehmlich juristische Themen behandelt und dabei etwa das Mannesmann-Verfahren in Düsseldorf verfolgt. Im Mai 2005 folgte dann der Wechsel in das Wirtschaftsressort der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Dort schreibt sie ebenfalls über wirtschaftsrechtliche Themen und betreut die Seite „Recht & Steuern“.

Weitere Antworten

Lesen Sie weitere Antworten auf diese Fragen – unter anderem von Heribert Prantl (Süddeutsche), Dr. Joachim Jahn (F.A.Z.) oder Gisela Friedrichsen (Der Spiegel) – in unserer Kategorie: „5 Fragen an…“

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