Litigation-PR im Radio
29. August 2010 | Autor: Kurzmelder | Keine Kommentare | Artikel drucken
Kachelmann und Benaissa machen’s möglich: Litigation-PR hat sich zum Radiothema gemausert. Hier ein kurzer Überblick zu aktuellen Beiträgen, die Sie im Internet nachhören können:
Die Sendung SWR2 Kontext widmete sich am 16.08.2010 dem Thema: “Wenn der Staatsanwalt die Story liefert. Promis am Pranger“. Dabei ging es – pünktlich zum Verhandlungsbeginn im Strafverfahren gegen Nadja Benaissa – um die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Staatsanwälten. Weitere Schlaglichter fielen auf die Rolle der Anwälte und der Medien in diesem spektakulären Verfahren. Unter anderem kam Volker Boehme-Neßler zu Wort.
In der Ankündigung zur Sendung heißt es:
Einen vergleichbaren Schwerpunkt besaß ein Interview mit Tobias Gostomzyk, das ebenfalls am 16.08.2010 in der WDR5-Sendung “Politikum” ausgestrahlt wurde. Sein Titel: „Recht haben, Recht bekommen und recht gut dastehen. Wie Litigation-PR unser Bild von der Rechtssprechung beeinflusst“.
Last but not least: In der Sendung „Kachelmanns Helfer. PR-Strategen betraten Prominente, wenn sie vor Gericht stehen” – verfügbar im Archiv von DRadio Wissen – berichtete Ralf Höcker am 22.07.2010 über sein Verständnis von Litigation-PR.
Soviel als Überblick. Der nächste Schwung an Radiobeiträgen kommt bestimmt. Spätestens zur mündlichen Verhandlung im Strafverfahren Kachelmann Anfang September.
Aufsehenerregend
28. August 2010 | Autor: Kurzmelder | Keine Kommentare | Artikel drucken
Auch auf das Aussehen kommt es an: Auf Stern.de gibt es eine Bildergalerie, die zeigt, wie sich Prominente bei ihren “Gerichtsauftritten” kleiden.
Litigation-PR-Award
22. August 2010 | Autor: Kurzmelder | Keine Kommentare | Artikel drucken
Der Startschuss für die PR Report Awards 2010 ist gefallen. Neu: Erstmals gibt es eine Wettbewerbssparte “Litigation-PR”. Schließlich – so Uwe Förster, Chefredakteur des PR Report und Vorsitzender der Jury - sei Litigation-PR kein “Nebenjob für Juristen, sondern eine eigenständige Disziplin“. Offenbar sollen PR-Agenturen ermuntert werden, etwas von dem Boden zurück zu erobern, den bereits Juristen in hohem Maße für sich beanspruchen.
Der PR Report zeichnet seit acht Jahren herausragende Kommunikationsarbeiten von Unternehmen und Agenturen im deutschsprachigen Raum aus. Wettbewerbsbeiträge können bis zum 25. November 2011 eingereicht werden. Weitere Informationen gibt es unter http://www.prreport.de/awards
Programmtipp 3Sat
17. August 2010 | Autor: Kurzmelder | Keine Kommentare | Artikel drucken
1. Münchner Litigation-PR-Tagung
13. August 2010 | Autor: Kurzmelder | Keine Kommentare | Artikel drucken
Pünktlich zur Eröffnung des Oktober-Festes findet am 16. September 2010 die 1. Münchner Litigation-PR-Tagung statt. Ihr Motto lautet: „Alles was Recht ist! Kommunikation rund um den Gerichtssaal“. Sinn und Zweck ist es, bisherige Positionen zur Litigation-PR weiter auszutauschen und zu schärfen: Wie verhalten sich Medien, Anwaltschaft, Justiz, Unternehmen, Kommunikationsbranche und Wissenschaft zum Phänomen „Litigation.PR“? Welche Chancen und Risiken ergeben sich?
Veranstalter der Tagung ist die Marcomedia Hochschule München im Verbund mit externen Kommunikationsberatern. Weitere Informationen einschließlich Anmeldeformular finden Sie im Internet.
Heiter bis wolkig – Der Medienfall Kachelmann
9. August 2010 | Autor: Kurzmelder | Keine Kommentare | Artikel drucken
Dass eine These im Litigation-PR-Blog von der Bildzeitung gestützt wird, ist schon einen Eintrag wert . Gerade hat auch das PR-Journal einen Gastbeitrag zum Thema veröffentlicht. Wir freuen uns auf weitere (kontroverse) Diskussionen.
Fünf Fragen an Rolf Kopel, Jurist und Redakteur des Platow Briefs
7. August 2010 | Autor: Gastblogger | Keine Kommentare | Artikel drucken
1. Frage: Wie erreicht ein Anwalt am ehesten eine positive (Medien-)Aufmerksamkeit für einen Mandanten?
Wichtig ist zum einen, dass der Anwalt offen und ehrlich mit den Journalisten umgeht und sich vor allem gesprächsbereit zeigt, wenngleich das häufig eher Wunschdenken ist. Zum anderen sollte ein Anwalt in der Lage sein, auch komplizierte Sachverhalte kurz und prägnant zu erklären, damit auch ein Laie die Situation schnell nachvollziehen kann. Zudem ist es sicherlich förderlich, wenn er den Fall spannend „verkaufen“ kann.
2. Frage: Was sollte er auf keinen Fall versuchen?
Sich mehr in den Vordergrund zu rücken als seinen Mandanten. Ferner sollte er mit den Journalisten keine Spielchen treiben. Der Schuss geht bestimmt nach hinten los.
3. Frage: Wer kommuniziert besser: Rechtsanwalt oder Staatsanwalt?
Das ist sicherlich von Fall und zu Fall unterschiedlich, aber grundsätzlich würde ich sagen, dass es einem erfahrenen Rechtsanwalt leichter fällt, mit den Medien zu kommunizieren. Dies vor allem auch deshalb, weil Rechtsanwälte in der Regel deutlich häufiger mit den Medien zu tun haben und es auch mehr zu ihrem Job gehört, als dies bei Staatsanwälten der Fall ist.
4. Frage: Lassen sich Richter von einer Medienberichterstattung in ihrer Entscheidungsfindung beeinflussen?
Ich glaube nicht, dass der Einfluss der Berichterstattung soweit geht, dass ein Richter letztlich zu einem anderen Urteil kommt. Allerdings kann ich mir durchaus vorstellen, dass auch Richter sicherlich die Berichterstattung ihres Prozesses verfolgen und möglicherweise auch die Urteilsbegründung etwas medienfreundlicher aufbereitet wird. Aber das Ergebnis selbst wird davon meiner Meinung nach nicht tangiert.
5. Frage: In welchem konkreten Fall hätten Sie dazu geraten, Litigation-PR-Experten einzusetzen?
Einen konkreten Fall möchte ich nicht benennen. Allerdings denke ich, dass es ohnehin mittlerweile an der Tagesordnung ist, dass zumindest bei den großen Fällen, die eine entsprechende Medienpräsenz erzeugen, eine entsprechende PR-Maschinerie im Hintergrund aktiv ist.
Über Rolf Kopel
Rolf Kopel ist Jurist und seit 2006 Mitglied der Redaktion des Platow Briefs. Zuvor sammelte er journalistische Erfahrungen bei einem Wirtschafts- und Rechtsverlag in Münster. Neben seiner schwerpunktmäßigen Tätigkeit im Ressort Börse ist er bei Platow auch für die Beilage Platow Recht verantwortlich, die seit Anfang 2008 wöchentlich erscheint.
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PR-Schlacht um Kachelmann
3. August 2010 | Autor: Jens Nordlohne | 2 Kommentare | Artikel drucken
Selten rückte das Thema Litigation-PR so in den Vordergrund wie im Fall Kachelmann. Als kritischer Beobachter hat man den Eindruck als beschäftigten sich die Medien mehr mit ihrer eigenen Rolle in diesem Fall als mit dem Fall selbst. Ob Anne Will, FAZ oder Bild. Längst ist „Die PR-Schlacht um Kachelmann“ das eigentliche Thema. Sollte es tatsächlich soetwas wie eine PR-Strategie Kachelmanns geben, so kann diese nur ein Ziel verfolgen: Im Falle eines Freispruchs wieder gesellschaftlich handlungsfähig zu sein – mit anderen Worten: In seinem Job vor der Kamera wieder akzeptiert zu werden.
So kritisch Anwälte und Medienexperten das Verhalten Kachelmanns sehen, eine Stern-Umfrage zeigt, dass sich eine für ihn positive Meinung in der Öffentlichkeit gebildet hat: Das Magazin kam in einer repräsentativen Umfrage zu dem Ergebnis, dass nur jeder fünfte Befragte glaubt, Kachelmann sei schuldig. Fast die Hälfte ist der Meinung, der Wettermann sei unschuldig. Und dabei handelte es sich um eine Umfrage, die vor (!) seiner Entlassung aus der U-Haft veröffentlicht wurde. Und wenn ein Oberlandesgericht bei der Haftprüfung bestätigt, dass „kein dringender Tatverdacht“ mehr bestehe, ist das in den Augen vieler (fälschlicherweise) ein Freispruch.
Das Urteil der Stern-Befragten kann sich nur auf die Berichterstattung stützen. Und die versuchen Kachelmanns Berater, der Anwalt des vermeintlichen Opfers sowie die Staatsanwaltschaft gleichermaßen zu beeinflussen. Und da scheint bei aller Verworrenheit Kachelmann nach Punkten vorn zu liegen. Führte die Berichterstattung laut Stern eben nur bei einem Fünftel der Deutschen zu der Wahrnehmung, Kachelmann habe seine Freundin tatsächlich vergewaltigt. Die Zahlen für Kachelmann dürften jetzt sogar noch besser aussehen.
Sein TV-Interview zeigte ihn sehr glaubwürdig, authentisch und hat ihm in der breiteren Öffentlichkeit weitere Symmpathiepunkte eingebracht . Und die Sympathie der Öffentlichkeit ist es, was er braucht, wenn er wieder erfolgreich (im Fernsehen) arbeiten möchte. Den Richter wird die PR-Schlacht nicht dahingehend beeinflussen, ob er Kachelmann schuldig oder freispricht. Selbst, wenn das Strafmaß beeinflussbar sein sollte, spielt das für Kachelmanns Zukunft keine Rolle. Sollte er tatsächlich schuldig gesprochen werden, wird keine Kommunikationsstrategie ihm mehr helfen können.
Kachelmann hat auf „100 Prozent nicht schuldig“ gesetzt. (Nicht auf „Blackout“, „Missverständnis“, „Sucht“ in Verbindung mit einer emotionalen Entschuldigung). Lautet der Richterspruch also „schuldig“, hat er keine Chance. Bei einem Freispruch wird es auch weiterhin einen öffentlichen Wetter-Kachelmann geben – und das trotz der Verbreitung intimer Details seines Privatlebens. Das ist so voraussehbar wie das Wetter von morgen…
Kik vs. NDR
3. August 2010 | Autor: Kurzmelder | 1 Kommentar | Artikel drucken
Der NDR hatte Rechtsmittel angekündigt und damit jetzt Erfolg: Der Textil-Discounter Kik hat im Rechtsstreitgegen den Fernsehsender NDR eine Niederlage vor dem Hamburger Landgericht einstecken müssen. Mehr über die Hintergründe in der Textilwirtschaft.
Sommerpause bis August
13. Juli 2010 | Autor: Kurzmelder | Keine Kommentare | Artikel drucken
Die WM ist vorbei, die Hitzewelle dauert an – und der Litigation-PR-Blog verabschiedet sich in die Sommerpause. Ab Anfang August sind wir wieder für Sie da.











